Rudolf Hensel Revit-Plugin – Brandschutzabschottungen automatisiert planen
Von der Durchbruchsplanung in Autodesk Revit direkt zum passenden Abschottungssystem
Das gemeinsam mit MagiCAD entwickelte kostenlose Rudolf Hensel Plugin für Autodesk Revit verbindet die BIM-basierte TGA- und Durchbruchsplanung mit der Auswahl geeigneter Brandschutzabschottungen.
Auf Grundlage geplanter Durchbrüche und der zugehörigen TGA-Installationen werden passende HENSOTHERM® und HENSOMASTIK® Abschottungssysteme ermittelt, Materialmengen berechnet und produktspezifische BIM-Objekte direkt im Revit-Modell erstellt.
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Brandschutzabschottungen von Anfang an mitplanen
Die Planung von Brandschutzabschottungen erfordert die Berücksichtigung zahlreicher technischer und bauordnungsrechtlicher Anforderungen. Entscheidend sind unter anderem die Feuerwiderstandsdauer, die Eigenschaften der durchdrungenen Bauteile und TGA-Installationen sowie die zulässigen Abstände und Einbaubedingungen.
In der BIM-basierten TGA-Planung werden Durchbrüche bereits frühzeitig zwischen den Gewerken koordiniert. Die Auswahl geeigneter Abschottungssysteme erfolgt jedoch häufig erst in einem separaten Planungsschritt. In der Baupraxis leider noch immer all zu oft erst, wenn der ausführende Fachbetrieb für Abschottungen auf die Baustelle kommt.
Das Rudolf Hensel Revit-Plugin verbindet beide Prozesse und erhöht die Planungssicherheit für Durchbrüche in Konstruktionselementen mit Anforderungen an den Feuerwiderstand. Die für die Prüfung relevanten Informationen werden aus dem BIM-Modell übernommen und für die systemgestützte Produktauswahl genutzt. Damit können geeignete Brandschutzabschottungen und deren Anforderungen an die Durchbruchsabmessungen frühzeitig in der Planung berücksichtigt und der Materialbedarf (Bill of Materials, BoM) für ein Bauvorhaben ermittelt werden.

Vorteile für Planer

Vorteile für Ausführende
Automatisierte Produktauswahl
Geeignete Brandschutzabschottungen werden anhand der verfügbaren Bauteil- und Installationsparameter über die Datenbank des Rudolf Hensel Product Selectors für
Brandschutzabschottungen (productselector.de) ermittelt und vorgeschlagen.
Direkte Integration in Autodesk Revit
Ausgewählte Abschottungssysteme werden als parametrische BIM-Objekte an den vorgesehenen Durchbrüchen platziert und mit produktspezifischen Informationen versehen.
Optimierung der Durchbruchsabmessungen
Die Abmessungen der mit der MagiCAD-Toolsammlung für die Durchbruchsplanung erstellten Platzhalter-Elemente für geplante Durchbrüche (Provisions for Void, PfV) werden entsprechend den Anforderungen des ausgewählten Abschottungssystems angepasst, um überdimensionierte oder zu kleine Öffnungen speziell an die ausgewählten Produktsysteme und ggf. benötigte lokale Streckenisolierungen, Isolierdicken oder zulässige Ringspaltbreiten anzupassen.
Effiziente Bearbeitung wiederkehrender Einbausituationen
Gleichartige Abschottungsfälle, z. B. für TGA-Leitungen, die mehrere Geschosse oder Räume mit identischen Einbausituationen durchziehen, werden gruppiert und können gemeinsam bearbeitet werden. Gespeicherte Benutzerprofile und Zuordnungsregeln reduzieren wiederkehrende Eingaben.
Integrierte Materialbedarfsermittlung
Die benötigten Materialmengen werden für die ausgewählten Abschottungssysteme berechnet und können als Grundlage für Mengen- und Kostenschätzungen verwendet werden.
Produktspezifische BIM-Daten und Dokumentation
Die erzeugten BIM-Objekte enthalten produktspezifische Parameter und Verknüpfungen zu weiterführenden Produktinformationen, der bauaufsichtlichen Zulassung, dem Materialbedarf und ergänzenden technischen Unterlagen.
Von der Durchbruchsermittlung zum modellierten Abschottungssystem – So funktioniert das
Rudolf Hensel Revit-Plugin
Schritt 1 – Durchbrüche mit MagiCAD planen und erstellen
Mit der MagiCAD-Toolsammlung für die Durchbruchsplanung werden Kollisionen zwischen TGA-Installationen und Konstruktionselemente erkannt und entsprechende Durchbruchsobjekte (Provisions for Void) als Platzhalter im Revit-Modell erzeugt. Mit MagiCAD erstellte Durchbruchsobjekte werden dabei mit allen für die Schottplanung relevanten Informationen (Bauteildicke, Dichte, Öffnungsgröße, Typ und Durchmesser der durchdringenden Leitungen, Wanddicke, Isolierung, Isolierdicke, Durchdringungswinkel etc.) angelegt.
Schritt 2 – Durchbrüche auswählen
Über die Registerkarte MagiCAD Connect wird das Rudolf Hensel Plugin gestartet. Die vorgesehenen Durchbrüche können ausgewählt, gefiltert – z. B. nach Stockwerk oder Disziplin – und für die weitere Bearbeitung und Suche nach passenden Brandschutzabschottungen übernommen werden.
Schritt 3 – Geeignete Abschottungssysteme ermitteln
Das Hensel Revit Plugin überträgt die verfügbaren Modelldaten an die webbasierte Rudolf Hensel Produktsuche, die auf die Datenbank des Rudolf Hensel Product Selectors, das Profil und die Präferenzen des Users zugreift.
Ein geführter Zuordnungsprozess (Mapping) unterstützt die Interpretation der im Modell verwendeten Bezeichnungen für Bauteile und TGA-Elemente. Fehlende Angaben können ergänzt und Zuordnungsregeln sowie Präferenzen für die Auswahl der Produktsysteme für zukünftige Anwendungen in Nutzerprofilen gespeichert werden. Das System lernt mit.
Gleichartige Einbausituationen werden für die schnelle Zuordnung logisch gruppiert und gemäß der hinterlegten Präferenz des Nutzers geeignete Produktsysteme für die Abschottung zugeordnet. Diese automatische Auswahl kann überprüft, editiert und kommentiert werden.
Schritt 4 – Materialbedarf berechnen
Sobald alle Abschottungssysteme zugeordnet und akzeptiert sind, wird der Materialbedarf ermittelt. Neben der Berechnung der für die Ausführung benötigten HENSOTHERM® und HENSOMASTIK® Einzelprodukte (z. B. Anzahl und Typ von HENSOTHERM® RM Rohrmanschetten, Länge von HENSOTHERM® 7 KS Gewebebandagen, Volumen von Brandschutzfarbe, -spachteln oder -mörteln etc.) wird auch der Bedarf an Hilfsstoffen (Gipsspachtel, Stopfwolle) geschätzt.
Schritt 5 – Abschottungssysteme in Revit modellieren
Die ausgewählten Produktsysteme werden zurück an Autodesk Revit übergeben und automatisch als BIM-Familien an den vorgesehenen Durchbrüchen platziert. Dabei werden die Öffnungsabmessungen angepasst und produktspezifische Parameter hinterlegt. Die Ergebnisse stehen anschließend im Revit-Modell für die weitere Planung und Koordination zur Verfügung. Der Materialbedarf wird dabei pro Instanz kalkuliert und im Modell hinterlegt, sodass die detaillierte Stückliste (Bill of Materials,
BoM) direkt aus Revit heraus erstellt und nach MS Excel exportiert werden kann.
Wichtiger Hinweis zur Planung und Zulassungskonformität
Das Rudolf Hensel Revit-Plugin dient als digitale Planungshilfe. Die automatisierte Produktauswahl und BIM-Modellierung ersetzen nicht die fachliche Prüfung der konkreten Einbausituation.
Die Übereinstimmung des ausgewählten Abschottungssystems mit den maßgeblichen technischen Nachweisen (insbesondere aBG, ETA und gegebenenfalls VKF-Anerkennung) sowie den projektspezifischen Anforderungen ist durch den verantwortlichen Planenden beziehungsweise Brandschutzverantwortlichen sicherzustellen.
Heute Einzeldurchführungen – morgen Kombischottsysteme. Gestalten Sie die Weiterentwicklung mit!
Die aktuelle Version unterstützt die automatisierte Produktauswahl und BIM-Modellierung von Brandschutzabschottungen für Einzeldurchführungen. Für Anfang 2027 ist eine Erweiterung für die automatisierte Planung von Kombischottsystemen vorgesehen. Damit sollen künftig auch größere und komplexere Durchbrüche mit unterschiedlichen TGA-Installationen in den digitalen Planungsprozess integriert werden.
Wir suchen TGA-Planungsbüros, BIM-Koordinatoren und Fachunternehmen für Brandschutzabschottungen, die das Plugin in der Praxis einsetzen und ihre Erfahrungen und Anforderungen in die Weiterentwicklung einbringen möchten. Besonders interessieren uns Rückmeldungen zur Integration in bestehende BIM-Workflows, zur Qualität der Modelldaten und zur Planung komplexerer Abschottungssysteme.
Jetzt kostenlos herunterladen und direkt starten!
Das Rudolf Hensel Revit-Plugin und die zugehörige webbasierte Solution Lookup App stehen kostenlos zur Verfügung. Für die Nutzung ist eine einmalige Registrierung erforderlich. Die Registrierung kann direkt bei erster Verwendung direkt im Plugin oder über den Rudolf Hensel Product Selector erfolgen
Rudolf Hensel Revit-Plugin herunterladen (externer Link)
Beim Rudolf Hensel Product Selector registrieren (externer Link)
Die erforderlichen Autodesk Revit- und MagiCAD-Lizenzen sind nicht im kostenlosen Angebot enthalten. Es gelten die Allgemeinen Nutzungsbedingungen für die Software der Rudolf Hensel GmbH.
Ja. Download und Nutzung des Rudolf Hensel Revit-Plugins sowie der Solution Lookup App sind kostenlos. Autodesk Revit und das MagiCAD Builders Work Openings Tool werden separat vorausgesetzt.
Ja. Das Plugin verwendet die mit dem MagiCAD Builders Work Openings Tool in Revit erzeugten (oder ggf. übernommenen) Durchbruchsobjekte. Dafür wird das entsprechende MagiCAD Common Modul benötigt. MagiCAD Common Tools sind eine Auswahl an Produktivitäts- und Kollaborationsfunktionen, die zusätzlich zu den Kernmodulen für die TGA-Planung auf verschiedenen Plattformen verfügbar sind. Sie helfen, bei Routineaufgaben Zeit zu sparen und erleichtern die Koordination zwischen den Projektbeteiligten.
Nein. Die Rudolf Hensel GmbH stellt dem Nutzer die Software kostenlos als unverbindliche Auswahl- und Planungshilfe zur Verfügung. Das Plugin identifiziert potenziell geeignete Produktsysteme anhand der verfügbaren Modelldaten. Die abschließende Prüfung der Zulässigkeit für die konkrete Einbausituation anhand der maßgeblichen technischen Nachweise und projektspezifischen Anforderungen bleibt Aufgabe des verantwortlichen Planenden.
Die Software ersetzt weder eine fachtechnische Beratung noch die eigenverantwortliche Planung, Bemessung und Prüfung der vorgesehenen Brandschutzmaßnahmen.
Insbesondere stellt die automatisierte Produktauswahl oder die Erstellung eines BIM-Objekts keine Bestätigung dar, dass das ausgewählte Produktsystem für die konkrete Einbausituation bauordnungsrechtlich zulässig oder technisch geeignet ist.
Der Nutzer beziehungsweise der für das betreffende Projekt verantwortliche Planende oder Fachverantwortliche hat die Eignung und Zulässigkeit des ausgewählten Produktsystems für die konkrete Einbausituation eigenständig zu prüfen.
Unter anderem Bauteileigenschaften, Feuerwiderstandsanforderungen sowie Art und Abmessungen der durchdringenden TGA-Installationen. Fehlende Angaben können im Lookup-Prozess ergänzt werden.
Ja. Informationen aus verknüpften TGA- und Architektur- beziehungsweise Tragwerksmodellen können berücksichtigt werden, sofern die erforderlichen Daten und Elementbezüge verfügbar sind.
Ja. Mehrere Durchbruchsobjekte in einem Modell können gemeinsam ausgewählt und verarbeitet werden, ggf. sogar das gesamte Modell. Vor der Übergabe von Autodesk Revit an die webbasierte Lookup App können die Durchbruchsobjekte noch einmal gefiltert (z. B. nach Stockwerk, Feuerwiderstandsklasse oder Disziplin) werden. Gleichartige Einbausituationen werden in der Lookup App automatisch für eine einfache und schnelle Zuordnung eines Abschottungssystems gruppiert.
Aktuell werden Einzeldurchführungen unterstützt. Die Erweiterung für mehrfache und gemischte Durchführungen unterschiedlicher Leitungstypen (Kombischottsysteme) ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Bei der TGA-Durchbruchsplanung werden Aussparungen in Wänden und Decken auf Grundlage der geplanten Leitungsführung ermittelt. Eine geometrisch ausreichende Öffnung ist jedoch nicht zwangsläufig für die vorgesehene Brandschutzabschottung geeignet. Die Anforderungen an ein Abschottungssystem hängen unter anderem vom durchdrungenen Bauteil, der Feuerwiderstandsanforderung, dem Leitungstyp, den Rohrabmessungen, der Isolierung und den zulässigen Ringspalten und Mindestabständen ab. Werden diese Anforderungen erst nach der Durchbruchskoordination berücksichtigt, können Anpassungen der Öffnungsgrößen, Leitungsführung oder Installationsabstände erforderlich werden. Eine frühzeitige Abstimmung der TGA-Durchbruchsplanung mit den Anforderungen geeigneter Abschottungssysteme reduziert das Risiko späterer Umplanungen. Das Rudolf Hensel Revit-Plugin unterstützt diesen Prozess, indem es auf Grundlage der verfügbaren BIM-Modelldaten potenziell geeignete Abschottungssysteme ermittelt und deren Anforderungen bei der Modellierung berücksichtigt.
Mit dem kostenlosen Rudolf Hensel Revit-Plugin können auf Basis der mit MagiCAD Provision for Builderswork erstellten Durchbruchsobjekte geeignete Brandschutzabschottungssysteme ermittelt und automatisch im Revit-Modell platziert werden. Die Produktauswahl erfolgt über die webbasierte Lookup App, die auf die Datenbank des Product Selectors (www.productselector.de) zugreift.
Die erforderlichen Öffnungsabmessungen hängen unter anderem vom Abschottungssystem, der Leitungsdimension, der Isolierung und den zulässigen Ringspalten ab. Das Rudolf Hensel Revit-Plugin berücksichtigt die Anforderungen des ausgewählten Produktsystems und passt die entsprechenden MagiCAD-Durchbruchsobjekte im Revit-Modell an. Die angepassten Abmessungen sind anschließend anhand der projektspezifischen Randbedingungen zu prüfen.
Eine geometrische Kollisionsprüfung identifiziert, wo TGA-Leitungen Bauteile durchdringen und entsprechende Öffnungen erforderlich sind. Sie bestätigt jedoch nicht, dass ein Abschottungssystem für die konkrete Installation geeignet und zulässig ist. Dafür müssen zusätzliche technische Parameter und die Anwendungsgrenzen der jeweiligen Nachweise berücksichtigt werden. Das Rudolf Hensel Revit-Plugin unterstützt diese weiterführende Produktauswahl.
Ja. Für die ausgewählten Abschottungssysteme wird der voraussichtliche Bedarf an Einzelprodukten und erforderliche Hilfsstoffe automatisch berechnet. Die Ergebnisse werden an Revit übergeben und können dort in Bauteillisten zusammengefasst und nach Microsoft Excel exportiert werden. Die tatsächlichen Verbrauchsmengen können von den berechneten Werten abweichen.
Eine softwaregestützte Produktauswahl kann geeignete Abschottungssysteme anhand hinterlegter Produktdaten und definierter Planungsparameter identifizieren. Eine abschließende Bestätigung der Zulässigkeit für die konkrete Einbausituation ist damit jedoch nicht verbunden. Die Übereinstimmung mit den maßgeblichen technischen Nachweisen, insbesondere ETA, aBG und gegebenenfalls VKF-Anerkennungen, muss durch den verantwortlichen Planenden oder Brandschutzverantwortlichen geprüft werden.
